Für Euch soll’s rote Rosen regnen …

… und leckeres Rosengelee geben!

Das ist zwar nicht der Originaltext des allseits bekannten Liedes, aber es passt zu unserem Blogbeitrag in diesem Monat.
Der Juni ist für Rosenfreunde schließlich der schönste Monat im Jahr, steht der heimische Rosengarten doch in voller Blüte.

Der ganze Garten duftet verführerisch und mit  ihren üppigen Blüten verzaubert die Rose jeden Gartenliebhaber. Leider ist dieser Traum nur von kurzer Dauer und so manchen Rosenliebhaber wünscht sich beim Anblick der zu Boden rieselnden Blütenblätter: „Hach, könnte ich diesen wunderbaren Duft und Gartenjahr nur konservieren…“.

Die gute Nachricht ist, man kann!!
Aus den Blütenblättern der Rosa damascena oder Rosa centifolia wird eines der teuersten ätherischen Öle, das Rosenöl, gewonnen. Dieser Prozess ist aber sehr aufwendig und erfordert großer Expertise, so dass man dies getrost den Profis überlassen sollte.

Es gibt aber eine viel einfacher umzusetzende Möglichkeit, den Duft der eigenen Gartenrosen einzufangen und sich so etwas von diesem unvergleichlichen Aroma übers Jahr zu retten.
Die Lösung heißt ROSENGELEE!! Es versüßt nicht nur jedes Sonntagsfrühstück, es lässt uns auch in den kalten Wintermonaten vom Duft des Sommers träumen!

Rosengelee ist sehr einfach herzustellen und macht auf jedem Frühstückstisch etwas her.
Die wunderbare Farbe und das außergewöhnliche Aroma machen unser Rosengelee auch zu einem wunderbaren Mitbringsel für Freunde und Familie.

Noch ein kleiner Tipp für alle, die keine eigenen Rosen haben, oft finden sich an Wald- und Wiesenrändern wilde Rosen, die sich ebenso hervorragend eignen.

 

Das Rezept für das Rosenblüten-Gelee-Rezept findet Ihr am Ende des Artikels!

 

 

So viel zum kulinarischen Teil der Rosenblüte, jetzt noch ein paar Tipps, damit Eure Rosen prächtig blühen und Euch viel Freude bereiten:

Damit sich die Königin der Blumen wohl fühlt, braucht es allerdings auch etwas gärtnerischen Aufwand. Rosen brauchen unsere Zuwendung und Pflege, um ihre schönen Blüten hervorzubringen.

Die verblühten Blütenstände sollten immer abgeschnitten werden, dies verringert die Gefahr einer Pilzinfektion und fördert die mögliche Nachblüte im Spätsommer.

Auch die Wildtriebe, zu denen Rosen neigen, müssen entfernt werden. Sie wachsen direkt aus dem Boden, streben gerade nach oben und bilden helleres Laub als die Haupttriebe. Sie sollten direkt an der Pflanze abgeschnitten oder abgerissen werden, damit die Pflanze keine Energie verschwendet.
Auch der regelmäßige Einsatz von (Bio-) Dünger ist zu empfehlen, damit die Rose alle nötigen Nährstoffe erhält und viel „Material“ für unser Rosengelee bilden kann.

 

Wer keinen Garten hat, muss nun nicht traurig sein, in unseren Gewächshäusern kultivieren wir eine große Auswahl an Schnittrosen, so dass Ihr Euch bei uns Euren Rosentraum für die Vase erfüllen könnt. Wir haben viele verschiedene Sorten und Farben, passend für jeden Anlass und Geschmack.

Von April bis Oktober ernten wir täglich frisch, das ist nicht nur gut für Euch, weil Ihr besonders lange etwas von den Rosen habt, es schont auch noch die Umwelt und macht so gleich doppelt Spaß!

Wir freuen uns auf Euren Besuch in unserer Gärtnerei!

 

Rezept Rosengelee:

 

Die voll erblühten Rosenblüten sollten am besten an einem schönen  Sommertag, früh morgens geerntet werden, bevor sie von der Sonne „wach geküsst“ wurden und ihr Duft am intensivsten ist.

Eine Schüssel mit ca. 2 Liter Fassungsvermögen locker befüllen.

Die abgezupften Blüttenblätter ganz vorsichtig in einer Schale mit handwarmem Wasser waschen und behutsam mit der Salatschleuder trocknen.

Die Rosenblütterblätter in einen großen Kochtopf füllen, mit dem Roséwein und dem Rosenwasser (gibt’s in der Apotheke, dem Reformhaus oder dem Bioladen) übergießen. Gelierzucker dazugeben und vorsichtig umrühren.

Dann dürfen die Rosen bis zum nächsten Tag, gut abgedeckt, an einem kühlen Ort ihrem großen Auftritt entgegen schlummern.

Am nächsten Tag die Vanilleschote aufritzen, das Mark sorgfältig heraus kratzen und zusammen mit dem Zitronen- und dem Apfelsaft unterrühren.

Das Ganze wird nun aufgekocht und unter ständigem Rühren 4 Minuten leicht sprudelnd gekocht, mit der Gelierprobe die Konsistenz überprüfen.

Danach die Rosenblüten abseihen, diese aber nicht zu stark ausdrücken, damit das Gelee nicht trüb wird.
Die Flüssigkeit nochmals für eine Minute aufkochen und gleich in vorbereitete Schraubgläser abfüllen. Eine hübsche Variante ist auch noch einige frisch gepflückte Blütenblätter mit ins Glas zu geben, bevor das Gelee eingefüllt wird.
Für etwa 5 Minuten die Gläser stürzen, dann umdrehen.

Das Gelee hat einen wunderbaren Duft, ein herrliches Aroma und eignet sich nicht nur fürs Sonntagsbrötchen. Es schmeckt auch in Quark oder Joghurt köstlich, eignet sich bestens für Torten oder Biskuitrollen z. B. mit Vanillecreme und ist natürlich auch ein sehr willkommenes Geschenk.

 

 

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